Peter Walt

Radiomoderator | Journalist | Mediencoach

Preiselbeeri war das Stichwort

Der Zürcher Sänger Bligg über den ersten Schrei seines Sohnes Lio.

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Sonntagabend, kurz vor neun. Bligg erscheint gutgelaunt vor dem Radiostudio. Trotz dichtem Promostress und Interviews im Dauertakt: «Die Sonntagnacht ist für mich das Highlight. Auf Peter Walt habe ich mich am meisten gefreut!» Kurz vor der Show postet er noch schnell ein Video auf seiner Facebook-Seite.

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Soeben ist sein zehntes Album «Instinkt» erschienen. Seit 20 Jahren mischt Bligg im Musikgeschäft mit: Ein doppeltes Jubiläum, das er feiern will. Mit seinen Fans. Und auch seinen Kritikern.

Noch einmal nimmt er die Tortur von Interviews auf sich: «Manche Journalisten lesen 5 Minuten vor dem Interview meinen Wikipedia-Eintrag.» Umso mehr freut sich Bligg auf ein «seriöses Interview, das in die Tiefe geht».

In die Sonntagnacht kommt Bligg mit schwarzem Pullover. Nichts Besonderes, kein Designer-Stück. Doch Sohn Lio, im Mai 2015 geboren, hat ein hübsches Andenken auf dem Pullover hinterlassen. Papa Bligg zeigt es mit Stolz.

Vaterfreuden, Vaterstolz und sein ganzes weiteres Leben lang in Sorge: Der frischgebackene Vater hat den wunderbaren Song «Drachetöter» für seinen Sohn geschrieben. Lio kommt darin zu seinem ersten Auftritt: Ein Babygeschrei, aufgenommen im Kreissaal bei der Geburt.

Lio kam per Kaiserschnitt zur Welt. «Mit dem Chefarzt haben wir das Stichwort Preiselbeeri abgemacht“, so Bligg. Dann wusste er, dass es losgehen wird. Und doch ging es noch einmal endlose Minuten. Bligg hatte sein iPhone aufgestellt, um die ersten Töne seines Sohnes einzufangen.

Jetzt denkt Bligg ans Aufhören. Ein seltsamer Moment, wo doch gerade sein Jubiläums-Album da ist. Aber nach 20 Jahren hat Bligg jeden Konzertsaal und jedes Radio- und TV-Studio der Schweiz von innen gesehen. «Ich glaube, es ist Zeit für einen Neuanfang.» Bligg will mit seiner Produktionsfirma Dreamstar Entertainment junge Talente entdecken und fördern. Mit seiner riesigen Erfahrung hat er das Zeug dazu. Und einen väterlichen Rat nehmen die Jungtalente sicher gerne.

Sonntagnacht vom 6. Dezember 2015

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